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Recruiting

Die Rolle von Social Media im Recruiting

Daniel

23.05.2024

Social Media ist für Unternehmen ein häufig unterschätzter Kanal für die Ansprache von Top-Talenten.

Einführung

Der Fachkräftemangel gilt seit Jahren als eines der präsentesten Probleme in deutschen Unternehmen. Warum? Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen um qualifizierte Arbeitskräfte ist groß, während die Anforderungen der Arbeitnehmenden weiter steigen. Das steht nicht in der Kritik, macht die Personalgewinnung aber zu einer ebenso großen wie komplexen Herausforderung für nahezu jedes Unternehmen.

Die gute Nachricht vorab: Es gibt Ansätze, mit denen Unternehmen herausstechen können. Damit sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil in der Personalgewinnung verschaffen können, kommt es darauf an, von Bewerbenden gefunden und letztendlich auch ausgewählt zu werden. Daher konzentriert sich dieser Artikel auf Social Media im Recruiting.

Aber: Wie in vielen anderen Geschäftsbereichen kommt es auch im Recruiting darauf an, die ganze Klaviatur der Möglichkeiten zu bespielen. Neben Social Media sind auch die klassischen Wege sowie innovative Lösungen wie die von SpeechMind ein wichtiger Teil der großen Klaviatur, um die Herausforderungen im Recruiting zu bewältigen.

In diesem Artikel werden daher Tipps vorgestellt, mit denen Unternehmen das Recruiting durch eine Social-Media-Präsenz verbessern können. Es geht darum, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, sichtbar für Bewerbende zu sein und den Entscheidungsprozess der Bewerbenden zu beeinflussen.

Herausforderungen

Um geeignete Ansätze herauszuarbeiten und in kleinen sowie mittleren Unternehmen anwenden zu können, werden nachfolgend einige Herausforderungen aufgelistet, vor denen Unternehmen bei der Personalgewinnung stehen.

1 - Suche

Wie finden Unternehmen jeder Größe eigentlich Bewerbende? Diese Frage lässt sich mittlerweile äußerst gut umkehren, denn sie könnte lauten: Wie finden Bewerbende die Unternehmen, in denen sie arbeiten könnten?

Neben klassischen Wegen wie Stellenanzeigen in Portalen oder etwa Besuche bei Karrieremessen wird es immer wichtiger, auch alternative Vernetzungsmöglichkeiten auszuprobieren, um einer möglichst großen Zielgruppe präsent zu sein.

2 - Auswahl

Anhand welcher Kriterien entscheiden sich Bewerbende, bei welchem Unternehmen sie sich bewerben und welchem Unternehmen sie schlussendlich zusagen? Die Antwort auf diese Frage ist höchst individuell, dennoch sind Tendenzen zu erkennen. Demnach wird die Sinnhaftigkeit der Arbeit laut verschiedenen Umfragen immer zentraler bei der Jobauswahl – auf Basis einer wertebasierten und zeitgemäßen Unternehmenskultur.

Es kommt darauf an, den Bewerbenden einen möglichst früh einen authentischen Einblick in das Arbeitsleben zu vermitteln. Hinzu kommt, dass z.B. die Stellenanzeige keine falschen Erwartungen wecken darf.

3 - Prozess

Wie sieht ein zeitgemäßer Bewerbungsprozess aus? Klar ist: Transparenz sowie möglichst schnelle Antworten und Entscheidungen sind gefragt. In einem Arbeitsmarkt, der von Dynamik und Wettbewerb geprägt ist, dürfen Unternehmen ihr potenziell neues Personal nicht (mehr) durch so einen vermeidbaren Grund wie Warten verlieren.

Darüber hinaus sind die “Persönlichkeiten hinter dem Fachwissen” immer gefragter. Es kommt also auch darauf an, in Vorstellungsgesprächen von abschreckenden “Uraltfragen” abzusehen und die Menschlichkeit in den Vordergrund zu rücken. Das kann sogar ein Vorteil sein, wenn ein junges Unternehmen noch keine oder wenig Erfahrung mit der Personalgewinnung hat.

Es gibt natürlich noch viel mehr Herausforderungen, wie z.B. die dynamische Rechtslage im Personalwesen. Die Herausforderungen haben jedoch gemeinsam, dass sie Anpassungsfähigkeit seitens der Unternehmen erfordern.

Ziele

Wie können Unternehmen die genannten Herausforderungen lösen? Hier wird Social Media zu einem wichtigen Teil der großen Klaviatur der Personalgewinnung.

Um die Herausforderungen lösen zu können, müssen die zu erreichenden Ziele klar sein. Demnach müssen Unternehmen von Bewerbenden zunächst einmal gefunden werden. Es geht also primär um Sichtbarkeit, denn ansonsten gibt es keine Aussicht auf ausreichend Bewerbungen für offene Stellen. Das allein ist nicht ausreichend, denn es ist sehr entscheidend, welche Inhalte und Werte die Bewerbenden erkennen, wenn sie auf ein Unternehmen getroffen sind.

Lösungsansatz

Das wichtigste Stichwort für Social Media im Recruiting lautet Employer Branding. Was ist das? Employer Branding ist eine Maßnahme, mit der Unternehmen ihre Positionierung als attraktiver Arbeitgeber stärken können, um neue Bewerbende anzuziehen und bestehendes Personal nachhaltig zu binden.

Das bedeutet, dass Unternehmen eine breite Social-Media-Präsenz brauchen. Unternehmen, die ihre Zielgruppen nicht in den sozialen Netzwerken vermuten, verzichten mitunter auf einen Social-Media-Auftritt. Das ist ein großer Fehler, denn wenn man die Nutzungszahlen der sozialen Netzwerke analysiert, wird schnell deutlich, dass Unternehmen ihren potenziellen Nachwuchs und Personal dort finden können.

Es folgen Schritte, mit denen kleine und mittlere Unternehmen unter möglichst wenig Aufwand eine effektive Social-Media-Präsenz aufbauen können.

1 - Kanäle

Am Anfang der Überlegungen steht die Kanalauswahl. In welchen sozialen Netzwerken soll das Unternehmen präsent sein/werden?

Dem geht eine Zielgruppenanalyse voraus. Nicht selten werden unternehmenseigene Social-Media-Kanäle vom Marketing und dem Personalwesen gemeinsam betreut. Daher geht es in dieser Analyse nicht nur darum, wo potenzielle Kunden anzutreffen sind, sondern auch, wo sich potenzieller Nachwuchs und Personal aufhält.

Dabei ist jeder Kanal wie ein neuer Standort für ein übliches Ladengeschäft. In jedem “digitalen Schaufenster” können Unternehmen viele Menschen aus ihren Zielgruppen erreichen.

2 - Formate

Unternehmen haben in den sozialen Netzwerken die Chance, sich in verschiedenen Formaten zu präsentieren. Nahezu jeder Social-Media-Post wird zusammen mit einem Foto oder Video veröffentlicht. Mithilfe von vorkonzipierten Formaten können Unternehmen bereits vorab festlegen, welche Social-Media-Inhalte in welchem Rhythmus und mit welchen Medien produziert werden sollen.

Achtung: Dabei geht es nicht darum, dass die Social-Media-Kanäle der Unternehmen von Werbung und Stellenanzeigen dominiert werden. Das wird die Sichtbarkeit und Reichweite nicht erhöhen. Im Gegenteil: Besser sind Inhalte, die das Interesse wecken und mit kostenlosen Mehrwerten/Einblicken überzeugen. Das wirkt wie ein Magnet und wird das Publikum nachhaltig vergrößern.

Welche Formate sind empfehlenswert? Unternehmen können ihre Zielgruppen beispielsweise wöchentlich mit interessanten Mehrwerten und/oder Tipps zu ihren Leistungen versorgen – natürlich optisch gut aufbereitet.

Wichtig für das Recruiting sind insbesondere Formate, die authentische Einblicke aus dem Alltag vermitteln, z.B. die Vorstellung von Teams/Mitarbeitenden, kurze Videos von Team-Events, aber auch Informationen zum Bewerbungsprozess und aktuelle Stellenanzeigen. Wichtig ist hierbei immer, dass der Anteil dieser expliziten Aufrufe nicht überwiegt.

Videos sind zwar aufwendiger in der Planung und Produktion, sind aber deutlich öffentlichkeitswirksamer und reichweitenstärker als Fotos.

3 - Redaktionsplan

Um bereits zum Jahresbeginn einen klaren Plan für die Social-Media-Inhalte zu haben, empfiehlt sich ein Redaktionsplan, der die Kanäle und Formate zusammenbringt. Es sollte klar werden, welche Highlights die Interessenten über das Jahr hinweg erwarten können. Die Formate können dann geeignet drumherum geplant und ggf. vorproduziert werden. Weitere Formate können als “Grundrauschen” in den freien Zeiträumen geplant werden, um einen regelmäßigen Output zu gewährleisten.

4 - Tool

Damit die genannten Schritte mit vertretbarem Aufwand geleistet und entsprechende Vorteile erreicht werden können, ist ein Social-Media-Tool wie Deepnetic Social für Unternehmen unverzichtbar.

Warum? Wenn Unternehmen bereits Fotos und/oder Videos produzieren, ist es eine verpasste Chance, die Inhalte nur auf einem Kanal zu posten. Im Sinne der Multi-Channel-Kommunikation bietet es sich beispielsweise an, Fotos immer auf Facebook, Instagram und LinkedIn sowie Videos immer auf Instagram, TikTok und YouTube zu veröffentlichen. Das erhöht die Reichweite und spricht ein viel größeres Publikum an. Dabei wird zugleich das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Aufwand, der hinter dem Social-Media-Management steht, verbessert. Um das Beispiel des digitalen Schaufensters nochmal aufzugreifen: Mit einem Social-Media-Tool wie Deepnetic Social können mehrere Standorte ohne Mehraufwand eröffnet und betrieben werden.

Bonustipp

Mit der Beantwortung der folgenden Fragen können Unternehmen ihre Social-Media-Inhalte für mehrere Wochen vorausplanen und potenziellen Nachwuchs sowie Personal auf geeignete Weise ansprechen.

  1. Wie sieht der Onboarding-Prozess für neue Mitarbeitende aus?
  2. Was können Mitarbeitende von dir als Arbeitgeber erwarten?
  3. Was sagen deine Mitarbeitenden über das letzte Teamevent?
  4. Welche Teams gibt es in deinem Unternehmen?
  5. Welche Stellenanzeigen sind gerade offen?

Fazit

Recruiting ist eine “Multi-Tasking-Challenge”, wobei Social Media ist ein wichtiger Teil davon ist. Eine klare Strategie kann mit einem geeigneten Tool dabei helfen, verschiedenste Herausforderungen zu bewältigen und die Personalgewinnung nachhaltig erfolgreicher zu machen.

Schlüsselwörter: Social-Media-Recruiting, Recruiting, Social-Media, Trends, KI, Employer Branding, Recruitingwende

Häufig gestellte Fragen

Hier findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Welche spezifischen sozialen Netzwerke sind am effektivsten für die Rekrutierung in verschiedenen Branchen?

Die Effektivität von sozialen Netzwerken für die Rekrutierung variiert stark je nach Branche und Zielgruppe. Für kreative Branchen wie Design und Marketing sind Plattformen wie Instagram und Behance besonders effektiv, da sie visuelle Arbeiten und Portfolios präsentieren können. LinkedIn ist das bevorzugte Netzwerk für professionelle und geschäftliche Branchen wie Finanzen, IT und Ingenieurwesen, da es auf berufliche Vernetzung und Karriereentwicklung ausgerichtet ist. Für technische und wissenschaftliche Bereiche, einschließlich Forschung und Entwicklung, können Netzwerke wie ResearchGate und spezialisierte Foren nützlich sein. Plattformen wie Facebook, TikTok, Threads, Mastodon, Bluesky und X sind vielseitig und können breit eingesetzt werden, eignen sich jedoch besonders gut für allgemeine Bekanntmachungen und Interaktionen mit einer breiten Zielgruppe.

Wie können Unternehmen den Erfolg ihrer Social-Media-Recruiting-Strategien messen und analysieren?

Um den Erfolg von Social-Media-Recruiting-Strategien zu messen und zu analysieren, sollten Unternehmen verschiedene Kennzahlen und Analysetools, wie Deepnetic Social nutzen. Wichtige Metriken umfassen die Reichweite der Beiträge, Engagement-Raten (Likes, Kommentare, Shares), Klickzahlen auf Stellenanzeigen und die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen über soziale Netzwerke. Tools wie Google Analytics, Deepnetic Social und die integrierten Analysefunktionen der Plattformen selbst (z.B. LinkedIn Analytics, Facebook Insights) bieten detaillierte Einblicke in die Performance. Es ist wichtig, regelmäßig diese Daten zu überprüfen und die Strategien entsprechend anzupassen. Die Conversion-Rate, also der Prozentsatz der Bewerbungen, die zu Vorstellungsgesprächen oder Einstellungen führen, ist ebenfalls ein kritischer Indikator für den Erfolg der Recruiting-Bemühungen.

Welche rechtlichen Aspekte müssen Unternehmen beim Einsatz von Social Media im Recruiting beachten?

Beim Einsatz von Social Media im Recruiting müssen Unternehmen verschiedene rechtliche Aspekte berücksichtigen, um Datenschutz- und Diskriminierungsgesetze einzuhalten. Datenschutz ist ein zentrales Thema, insbesondere in der EU unter der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Einwilligung der Kandidaten zur Datenerhebung und -verarbeitung einholen und klar kommunizieren, wie die Daten genutzt werden. Zudem sollten sie sicherstellen, dass keine diskriminierenden Praktiken bei der Auswahl der Bewerber stattfinden, was bedeutet, dass keine Informationen über Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit oder andere geschützte Merkmale unrechtmäßig genutzt werden dürfen. Transparenz im Bewerbungsprozess und die Einhaltung von Arbeitsgesetzen sind ebenfalls entscheidend, um rechtliche Konflikte zu vermeiden. Es ist ratsam, regelmäßig rechtlichen Rat einzuholen, um auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung zu bleiben und bestmögliche Praktiken im Social-Media-Recruiting zu gewährleisten.